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1. November 2013

die sache mit dem krumpel ei - ODER- warum ich so lange zeit offline war...


ihr lieben,

was soll ich sagen? - ich war dann eben mal wech...aber dann habe ich das krumpel ei gesehen und dacht mir "kamera her" die letzten monate  war ich das krumpel ei, dieses jahr war alles einfach nicht ganz so rund, weil nicht gewohnt. nicht verkehrt, aber anders. ab jetzt, da möchte ich nicht mehr das krumpel ei sein.denn jetzt bin ich ANGEKOMMEN: wie das kam? das kam so:

ich war offline, eine ganze weile... um mein leben umzukrempeln, um mal was zu tun, was ich noch nie getan habe. um nochmal neu anzufangen. da verliert man dann vielleicht schon mal ein bisschen den überblick. denkt nicht mehr an den blog - oder hat keine zeit mehr daran zu denken. denn das war es letztendlich, was mir passiert ist:

mitten in diesem herrlichen sommer mussten wir uns eine neue wohnung suchen. wer das kennt: unzählige besichtigungstermine wurden vereinbart. angebliche paläste sahen letztendlich wie mittelalterliche ministälle aus, das suchgebiet hat sich vergrößert und dann war sie da: DIE wohnung. nur leider in einer ganz anderen ecke von berlin. mhh. was machen? - hinziehen - immerhin bin ich nun innerhalb eines 20minütigen fussmarschs im herrlichen pilzwald - ähhm- wenn ich es denn dann mal mache.

hinzu kam der schritt aus der selbstständigkeit heraus. der begriff "festgehalt"- für mich klingt er wunderbar frei. ich arbeite gerne, ich bin fleissig, ich bin ein teamplayer - und so kam ich in ein tolles team. durfte kulinarische sterneluft schnupppern, beim entstehen zusehen, mit anpacken. in dieser zeit war die arbeit mein zuhause, die kollegen meine familie. mein eigentliches zuhause sah ich nur zum schlafen. es war toll aber auch anstrengend und die zeit für mich, die blieb irgendwie stehn´.

jetzt sind die koffer ausgepackt, die wohnung wird kuschelig, ich freue mich schon fast auf den ersten schnee, der urlaub steht vor der tür, eine klasse "neue" stelle ist gefunden. mit einem arbeitgeber, den ich toll finde, mit einem team, dass mich hoffentlich herzlich aufnimmt und eine neue herausforderung, auf die ich mich schon ungemein freue! ich kehre zurück zu meinen wurzeln - in den beruf, den ich auch gelernt habe. meiner kulinarischen arbeitsfamilie habe ich tschüss gesagt. ich werde sie bestimmt bald wieder sehen. aber dann auf besuch. es war eine tolle erfahrung. nur eben doch nicht meine welt.

 ruhiger wird es hier werden, denn wenn ich in den letzten monaten eins gelernt habe - dann das: deine familie und deine freunde sind wichtig. nicht ein bisschen, nicht manchmal, nicht gelegentlich sondern wirklich, wirklich WICHTIG! deswegen mache ich mich heute abend auf den weg zu freunden, nur für zwei tage, mal wieder sehen, quatschen bis zum morgengrauen, lachen, genießen!

 falls ihr bis hier hin durchgehalten habt noch eine kleine "bitte"  am rande: umarmt mal die menschen, die grade bei euch sind, oder schickt eine sms, vielleicht mit den worten: "schön das es dich gibt." das mache ich jetzt gleich auch. besser kann man doch nicht ins wochenende starten, oder?!

lasst es euch gut gehen,
eure michèle